13. November 2006, 15:21, by S R

Linux Raid ganz einfach

Transtec Provigo 610Lange schon steht er bei mir unterm Büro Tisch und endlich hab ich am Freitag Zeit gefunden mit der Installation zu beginnen (es ist ca. 14:00).

Die Rede ist von unserem neuen Speichersystem von Transtec (Provigo 610), natürlich mit zugehörigem Server (Calleo 302L). FibreChannel, 80GB SATA Platten, 8GB RAM alles vom feinsten, ich freue mich auf die Installation.

Installation

Wir verwenden natürlich Gentoo. Der QuickInstall Guide von Gentoo sieht vielversprechend aus, gut gibt es auch noch einen zum konfigurieren von Software Raid auf dem Server. Ich gehe genau nach Anleitung vor, alles perfekt, Disks erkannt, der Kernel auf der LiveCD erkennt alle Hardware, keine Probleme aufgetreten. Das Raid soll aus der Boot und Root Partition bestehen, Disk Ausfälle sollen uns keinen Ärger machen.

Dann der grosse Moment, kurz das Kommando “reboot” getippt und das Gebläse heult auf, ein banges warten, hab ich alles korrekt gemacht?

Natürlich nein, nach dem Bootloader (Grub) bekomme ich die folgende Fehlermeldung “/dev/md1″ nicht gefunden. Das Fehlersuchen geht los, warum hat er dann den Kernel von “dev/md0″ laden können, hat der compilierte Kernel die Disks nicht gefunden, ist was mit der Raid Konfiguration falsch?

Essen oder hungern

Es ist nun 17:00 (die Odyssee hatte bereits am Freitag begonnen), ich bin um 19:00 eingeladen, was machen? Ich entscheide mich mangels Ideen fürs Nachtessen, mal darüber schlafen und am Wochenende googeln…

Zweiter Versuch

Heute Montag, ich wage mich wieder an unser neues System, Google hatte ein paar interessante Ansätze für mich parat. Aber alle zielen darauf hinaus, dass ich das System nochmals komplett installieren muss. Ich entscheide mich also die Anleitung nochmals genau zu lesen und Google erneut zu konsultieren.

Siehe da, ich hab was gefunden, kann das wirklich die Lösung sein. Vor lauter Gewöhnung hatte ich beim partitionieren der Platten den Partitionstyp “83 – Linux” gewählt, im der Anleitung steht jedoch sehr klein und grau (S/W sei Dank) “Make sure you use fd”. Kurz im Internet nachgeschlagen, der Linux Kernel >=2.6 verwendet das Flag “FD – Linux raid autodetect” um festzustellen welche Platten als Raid konfiguriert sind und lädt sich die entsprechenden Informationen aus dem Boot Sektor der Platte.

Ich ändere den Partitionstyp und hoffe die vorhandenen Daten werden Dabei nicht beschädigt. So nun muss es einfach funktionieren -> “reboot”
Aha das vertraute Gentoo grün flimmert mir entgegen, Aufwand ca. 1h, darüber schlafen war defintiv die richtige Entscheidung und nächstes mal wird genauer gelesen…

Weiter gehts mit der Optimierung des Kernels und des ganzen Systems, schliesslich sollen unsere Bilder in Zukunft möglichst fix zu den Benutzern gelangen.

2 Comments

  1. Finde es ziemlich cool, dass ihr Gentoo benutzt für die Server, hat sicher sehr viele Vorteile bezüglich der Schnelligkeit und Optimierbarkeit.
    Wie macht ihr es allerdings mit Softwareupdates? Da muss man ja immer kompilieren und das nimmt meistens ganz schön viel CPU/Memory in Anspruch..
    Oder nehmt ihr die bereits vorkompilierten Pakete (Gibts ja auch bei, afaik, relativ vielen) ? Dies würde dann allerdings wieder einen gewissen Teil der Optimierungsmöglichkeiten verschwinden lassen..?

    Comment by mix — 14. November 2006 @ 11:25

  2. Okay, ja so ists mir klar. :)

    Comment by mix — 14. November 2006 @ 13:29

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